Ablauf einer Schulpräsentation

These des Projekts: Ein spannendes Gespräch mit einer Fachfrau aus der Technik kann zu einem Schlüsselerlebnis für die Schülerinnen werden.

Der Einstieg in die Diskussion mit Kindern geschieht über ein bekanntes Vorbild aus der Welt der Technik, Daniel Düsentrieb. Dem einsamen Tüftler wurde ein weibliches Äquivalent, die kommunikative Fachfrau Daniela, zur Seite gestellt. Die beiden bilden ein Team, ergänzen sich in ihren Fähigkeiten, und erst zusammen können sie erfolgreich arbeiten.
Die Referentin erzählt von ihrer eigenen Arbeit und von anderen technisch-naturwissenschaftlichen Berufen, integriert interaktive Module (Lego-Turmbau, elektrisches Fragespiel) und diskutiert mit Kindern über Technik und Berufe. Die Kinder werden aufgefordert sich vorzustellen, dass sie selbst Ingenieurinnen und Ingenieure seiem. Als Architektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieure haben sie eine Aufgabe bekommen, in Teams einen möglichst hohen und stabilen Turm zu bauen, der bei einem Windstoss nicht umfallen wird. Das Baumaterial sind Legosteine unterschiedlicher Farbe für Mädchen und für Jungen, als Windstoss wird das Pusten aus der Entfernung von etwa 20 cm erachtet. Jedes Resultat erlaubt eine Diskussion über die richtige Wahl der Arbeitspartner, der Aufgabenteilung, der Konstruktion, der Projektvariante.
Es wird darauf hingewiesen, dass nicht die Farbe der Steine einen Einfluss auf das Resultat hat, sondern die Art, auf welche sie eingebaut wurden. (Es ist also nicht wichtig, ob Mädchen oder Jungen die Steine eingebaut haben, sondern wie die Bausteine zur Stabilität der Konstruktion beitragen. Im beruflichen Leben entscheidet nicht das Geschlecht der Fachperson über die Qualität der Arbeit, sondern ihre Kompetenzen.)

Auf Anregung von besuchten Lehrkräften wurde ein zweites interaktives Modul erarbeitet: ein elektrisches Fragespiel, das ebenfalls in Teams gebastelt wird.


Präsentationen in Kleinklassen

In Kleinklassen wird Rücksicht auf leistungsschwächere Kinder in der Form genommen, dass Referentinnen einfachere Worte und Beispiele gebrauchen. Der Lego-Turmbau erfordert keine spezielle Unterstützung, der funktioniert bei Kindern jedes Leistungsniveaus einwandfrei. Beim Basteln des Elektrospiels, wo das Lesen und Verstehen der Anleitung wichtig ist, werden die Teams intensiver betreut (was durchaus möglich ist, da es eben wenige Kinder betrifft). Einerseits können die Kinder immer wieder am fertigen, von der Referentin mitgebrachten Spiel schauen, was sie bauen sollen, oder es wird ihnen am fertigen Beispiel erklärt, was entsprechende Passagen in der Anleitung bedeuten. KIDSinfo hat die erfreuliche Erfahrung gemacht, dass auch unter leistungsschwächeren Kindern sich einige für Technik begeistern lassen und handwerklich recht geschickt sind.